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CSD Jena 2021

Rahmenprogramm zum Christopher Street Day Jena 2021 ist gestartet

− Pressemitteilung von Theresa Ertel, Pressesprecherin und Koordinatin des CSD Jena Bündnis 2021, vom 23.07.2021 −

Mit einem bunten Programm läuft der Countdown zum CSD Jena 2021 am 31. Juli

Das CSD Jena Bündnis ist mit einem vielfältigen Rahmenprogramm zum Christopher Street Day gestartet. Bereits diese Woche fanden einige Veranstaltungen wie eine Wanderung, ein Kneipenabend und mehr statt. Die kommenden Tage erwartet das Publikum noch ein buntes Programm mit verschiedenen Formaten:

Heute Abend  findet eine Kinderbuchlesung in Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Bücherei statt, am Sonntag trifft sich die Community am Schleichersee zum gemeinsamen Badeausflug in geschützter Gruppe. Am kommenden Montag können die verschiedenen Aspekte rund um Schminke(n) in einem Workshop diskutiert und ausprobiert werden. Kreativ werden ist auch am Mittwoch eingeplant mit einem Workshop zur Demovorbereitung. Am Donnerstag findet im Kino am Markt der zweite Filmabend mit „Kokon“ statt und wer eher Bücher bevorzugt kommt am Freitag auf seine oder ihre Kosten: Susanne Kalka liest aus ihrem Buch „Lesbisch, Feministisch, Sichtbar – Rolemodels aus dem deutschsprachigen Raum“.

Der Höhepunkt des zwei Wochen andauernden Programms wird am Samstag, 31. Juli eine Demonstration mit anschließendem (St)Rasenfest im Paradies sein. Unter dem Motto „Solidarität unterm Regenbogen“ werden politische Anliegen der LGBTI*-Community hörbar gemacht: Um 12 Uhr startet der Demozug am Westbahnhof und verläuft mit verschiedenen Zwischenkundgebungen durch die Innenstadt. Der Schluss bildet den Übergang zum (St)Rasenfest auf der Rasenmühleninsel, wo mit Konzerten, Infoständen, einer Bar und mehr ein vielfältiges Programm stattfindet.

„Mit vielen verschiedenen Veranstaltungen haben wir einen bunten Strauß an Veranstaltungen gebunden, bei dem hoffentlich für alle etwas dabei ist: für Kinder und Ältere, kreative Köpfe und Kinofans – genießt die Veranstaltungen! Wir freuen uns über alle Menschen, die unsere Anliegen unterstützen, sich informieren und mit uns ins Gespräch kommen möchten,“ so Theresa Ertel, Koordinatorin des CSD Jena Bündnis.

Das Programm im Einzelnen:

  • Freitag, 23. Juli, 16 Uhr, draußen zw. EAB und alte Augenklinik: Kinderlesung „Luzie Libero und der süße Onkel“
  • Sonntag, 25. Juli, 14 Uhr, Freibad Schleichersee (Südbad): Queerer Badeausflug
  • Montag, 26. Juli, 16 Uhr, Großer Saal im Haus auf der Mauer: Workshop „Bunte Vielfalt – Make-Up has no Gender“
  • Mittwoch, 28. Juli, 15 Uhr, Faulloch (bei der Mahnwache): Kreativworkshop zur Demovorbereitung
  • Donnerstag, 29. Juli, 18 Uhr, Kino am Markt: CSD-Kino „Kokon“
  • Freitag, 30. Juli, 18 Uhr, Großer Saal im Haus auf der Mauer: Lesung mit Susanne Kalka „Lesbisch, Feministisch, Sichtbar – Rolemodels aus dem deutschsprachigen Raum“
  • Samstag, 31. Juli, 12 Uhr, Start am Westbahnhof: Demo Christopher Street Day Jena 2021
  • Samstag, 31. Juli, 14-19 Uhr, Rasenmühleninsel im Paradies: (St)Rasenfest mit Konzerten, Infoständen, Bar, Liegewiese und mehr
  • Samstag, 31. Juli, 17-19 Uhr, AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V., Beratungsstelle Jena (Löbdergraben 25A, 07743 Jena): anonyme HIV-Schnelltests
  • Samstag, 31. Juli, ab 18 Uhr, Strand 22: offizielle After Hour
  • Samstag, 31. Juli, 1b 19 Uhr, Alster (Krautgasse 22): offizielle After Hour

 

Ein Monat vor dem Christopher Street Day Jena: Solidarität unterm Regenbogen

Für den CSD Jena am 31. Juli wurde das Motto bekanntgegeben:

Der dritte Jenaer Christopher Street Day, welcher am 31. Juli stattfindet, wird unter dem Motto „Solidarität unterm Regenbogen“ veranstaltet, kündigt das CSD Jena Bündnis an. Einen Monat vor Start der Demo wird damit bereits ein Hauptaugenmerk gelegt:

„Solidarität liegt uns sehr am Herzen, denn sie macht eine Community und auch eine Gesellschaft stärker,“ erklärt Theresa Ertel. Nicht nur in der Pandemie, sondern auch ganz gezielt „unterm Regenbogen“ sei diese Solidarität wichtig: Deutschland ist noch nicht bei der Gleichstellung aller Geschlechter, sexuellen Orientierungen und Familienformen angelangt. Mit gemeinsamer, solidarischer Stimme aber könne viel erreicht werden. „Derzeit schauen wir aber auch mit Sorge ins Ausland“ so Theresa Ertel weiter, denn weltweit werden queere Menschen unterdrückt, diskriminiert und kriminalisiert, teilweise droht sogar die Todesstrafe. Aber auch in der Europäischen Union verschlechtert sich die Situation zunehmend, beispielsweise in unserem Nachbarland Polen mit sogenannten „LGBT-free zones“ sowie in Ungarn durch ein neues homo- und transfeindliches Gesetz.

„Wir freuen uns, dass durch das Verbot der UEFA, das Münchner Stadion in Regenbogenfarben leuchten zu lassen, eine Welle der Solidaritätsbekundungen durch unser Land rollte. Doch Bekenntnisse allein reichen nicht,“ macht Theresa Ertel klar: „Wir brauchen Menschen, die mit uns an unserer Seite für die Rechte von queeren Menschen kämpfen – in Jena, Thüringen, Bundes-, EU- und auch weltweit.“ Aus diesem Grund, so betont das Bündnis, sind explizit alle Menschen, die für die Rechte und die Sichtbarkeit von LSBTIQ* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans, inter und queere Menschen) mitkämpfen möchten, auch zum Christopher Street Day am 31. Juli sowie dem Rahmenprogramm eingeladen. „Je mehr Menschen mit uns auf die Straße gehen, desto lauter wird unsere Stimme. Seid auch solidarisch mit uns und kämpft für queere Rechte!“ so der Appell des CSD Jena Bündnis.

Weiter betont das CSD Bündnis auch seine intersektionale Arbeit: „Das bedeutet, dass wir auch gezielt über den eigenen Tellerrand hinausblicken und uns auch für andere Minderheiten einsetzen wollen.“ So dürfe beispielsweise nie vergessen werden, dass die Stonewall-Aufstände in der New Yorker Christopher Street, in deren Gedenken die Christopher Street Days weltweit stattfinden, überwiegend von POC (People of Colour), also Schwarzen angeführt wurden. „Solidarisierung unterm Regenbogen, also innerhalb der queeren Community ist unglaublich wichtig, um gemeinsam mehr Gleichstellung zu erreichen. Es ist uns aber auch ein Anliegen, dass die Community sich auch mit und für andere Menschen einsetzt, die Diskriminierung in Bezug auf ihre gesellschaftliche Gruppe erfahren. Gemeinsam erreichen wir am meisten,“ resümiert Theresa Ertel.

 

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